OMR 2025 in Hamburg – ich war dabei.

Ok, der nächste Rückblick auf die so bekannte OMR Messe oder Festival in Hamburg. Da ich dieses Jahr zum ersten Mal dabei war, sei es mir gestattet meinen Eindruck kurz zu verewigen. 

In den letzten Jahren hatte ich auch schon oft das Interesse endlich mal dieses Event (von dem alle in der Kreativszene reden) zu besuchen. Doch leider war es zeitlich nie wirklich möglich. Es sind schließlich zwei Tage und das klappte einfach nicht. Die Ticketpreise waren damals mit 100€ oder 500€ ausgeschrieben. 

Zurück in 2025: erst einige Wochen vor der Messe fiel mir auf, dass die beiden Tage im Mai noch immer frei waren im Kalender. Ok, cool. Was kostet es denn aktuell eigentlich? Huch, es gibt generell nur noch die 500€ Tickets inkl. Masterclasses usw. Auch wenn man sich das hätte gönnen können, wollte ich mir das sparen, wenn es irgendwie geht. 

Zu der Zeit las ich auf LinkedIn von einer Bekannten, dass sie und ihr neuer Arbeitgeber tatsächlich mit einem Stand auf der OMR vertreten seien. Ach was, vielleicht geht hier ja etwas?! Also mal locker kommentiert in der Hoffnung direkt ein Ticket zu bekommen gegen ein paar Fotos vor Ort. Ja klar, so einfach ist es auch nicht, logisch. Ganz im Gegenteil, es bestand gar kein Bedarf. Pech gehabt. 

Man muss aber auch dann positiv denken. Mir ging es schön öfter so, dass Dinge, die zunächst unmöglich schienen, auf einmal Realität wurden (s. mein Stadionbesuch des Derbys von St. Pauli gegen HSV – da glaubte auch niemand dran, hihi.). Also Hamburg scheint mir wohl gesonnen zu sein 😉 Denn einige Zeit nach der Absage bei LinkedIn kam doch noch die Nachricht mit Betreff „Good News“. Oh wow, sehr schön! Der Deal ging doch noch klar. Also Kameras einpacken und Ticket aktivieren. Ich habe am Stand von Neudorff die ersten Fotos für Pressemitteilungen geschossen. Es wurde direkt vor Ort von Kamera zum Handy gebeamt, dort editiert und in die Online-Galerie geladen. WLAN war dort natürlich eher so halb gut – was soll’s, bisschen Stress gehört dazu. Den Rest der zwei Tage konnte ich dann für mich die OMR erkunden. Später mehr dazu.

Da die Hotels zu dieser Zeit natürlich so dermaßen teuer sind, war hier wenig zu machen. Doch die Foto Bubble ist oftmals sehr klein und nett. Vielen Dank an Sven (den ihn nun schon seit ein paar Jahren kenne) und seine Familie für die Gastfreundschaft und Unterkunft! Mega. So konnte ich immer easy per U-Bahn zur Messe düsen.

Und wie war es nun? Es war viel, es war laut, es war bunt. Von allem ein bisschen zuviel irgendwie. Aber so gehört sich das scheinbar. Hamburg wurde auf jeden Fall von 70.000 OMR Besuchern aufgesucht und man erkannte sie auch immer ziemlich leicht – entweder am Outfit oder dem Armband (musste man haben, war mit Chip und Bezahlfunktion – Rechnung kommt bequem erst Tage per Mail nach dem Festival, möchte nicht wissen bei wie vielen das ein kleiner Schock war). Egal, hier gönnt man sich eh, muss man auch. Außer beim Wasser, das war immer gratis. Ansonsten Messepreise, aber das weiß man ja vorher.

Es gab hunderte Stände, klein, groß und größer. Von Start-Ups bis bekannten Größen war alles dort. Auf den großen Bühnen traten über (ich glaube) 500 Speaker auf, zu allen Themen, die irgendwie digital sind oder sein könnten. Auch die Wege zwischen den ganzen Auftritten und Ständen sollte man nicht unterschätzen – ich schau mal kurz nach: 24.000 Schritte hab ich dort in Summe gemacht. Also man ist immer unterwegs irgendwie. Und man muss sich im Vorfeld schon überlegen was man hören möchte (das habe ich eher spontan gemacht, nicht ganz so gut).

Der ruhigste und vermutlich inhaltlich spannendste Part ist der Bereich der Masterclasses. Diese hat ja nun jeder inkl. im 500€ Ticket. Allerdings muss man diese im Vorfeld richtig buchen. Man kann sich maximal acht auswählen und diese sind dann auch in der wirklich netten OMR App vermerken usw. Mit dem Armband loggt man sich dann ein. Das ist alles gut geregelt. Und dieses Jahr war es auch spontan oft möglich noch reinzuschauen. Diese Klassen sind dann auch ganz dezent beleuchtet, alles ruhig, Kopfhörer auf und den Speakern lauschen. Das habe ich ein paar mal genutzt, war gut und man hat mal fokussiert zugehört.

Getroffen vor Ort habe ich wenige Bekannte, aber immerhin ein paar. Ansonsten habe ich jetzt nicht die krassesten neuen Connections bekommen. Dafür war ich wahrscheinlich zu selten an einer der vielen Wein/Whiskey/IrgendwasMitAlkohol Bars 😉 Generell war mein Tag alleine dort dann auch verbesserungswürdig, aber das kann man ja beeinflussen.

Abends treten dann allerhand Künstler (Diverse DJs, Sido, Jan Delay, …) auf. Manche sind geheim, andere weiß man vorher. Aber da sich das alles ewig zog und ich nicht erst mitten in der Nacht wieder bei meiner Unterkunft sein wollte, habe ich darauf verzichtet. Ist sicherlich eine coole Sache, aber das sollte nicht der Hauptgrund für einen OMR Besuch sein, denke ich.

So, bevor ich ein paar Fotos zeige (alles mit Leica M11 und 35mm geschossen), mein kleines Fazit: generell natürlich ein dolles Event und groß und laut. Am Ende aber auch einfach eine Messe. Ich habe im Nachgang erst gesehen an welchen Stellen in Hamburg sogenannte Side-Events waren – da sollte man wohl mal hin. Und die ganzen Promis vor Ort erlebt man eher zufällig oder gar nicht, weil man es einfach gar nicht mitbekommt wer wo ist. Das stört mich jetzt nicht, aber vielleicht interessiert es ja jemanden.

Würde ich nochmal hinfahren? Bei einem ähnlichen Deal wie dieses Jahr: sehr gerne! Privat für 500€: vielleicht. Habe ich schon eine Unterkunft für 2026 gebucht? Ja 😉

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